Sprachgesteuerte Bedienung mit „Alexa, …“

Noch vor ein paar Jahren gab es Sprachassistenten nur in Science-Fiction Filmen. In der Serie Star Trek wird beispielsweise das Raumschiff Enterprise zumindest teilweise durch Sprachbefehle gesteuert. Inzwischen sind Sprachsteuerungen längst zum Bestandteil des Alltags geworden. Umfragen zufolge benutzt jeder fünfte Besitzer eines Smartphones die Funktion Voice Search, eine Sprachsteuerung . In der jüngeren Generation ist es sogar fast jeder Dritte. Der Sprachassistent Alexa von Amazon ist zwar nicht das erste, mit Sicherheit aber das bekannteste System auf dem Markt.

Was ist der Sprachassistent Amazon Alexa

Alexa ist die Stimme der Sprachsteuerung von Amazon. Dahinter steckt das System smarter Lautsprecher der Reihe Echo von Amazon. Der Konzern entwickelte seine Sprachsteuerung seit etwa 2013 und investierte Millionen von Dollar in die Technologie. Echo Lautsprecher mit Sprachsteuerung kamen zuerst 2015 in den USA auf den Markt. Seit Ende 2016 gibt es sie auch in Deutschland. Hierzulande ist Alexa zum Marktführer geworden und spricht mittlerweile in jedem 5. Haushalt.

Wie funktioniert der Sprachassistent Alexa?

Das Herzstück des Systems sind der oder die Echo Lautsprecher. Außer wenn sie manuell ausgeschaltet wurden, sind sie ständig in Bereitschaft, zeichnen Geräusche aus der Umgebung auf und warten auf die Aktivierung. Die erfolgt, indem das Codewort Alexa, gefolgt von einem Befehl, ausgesprochen wird.

Beispiel: „Alexa, schalte das Licht im Wohnzimmer ein.“ Das Ganze funktioniert, weil die Echo Lautsprecher auch mehrere Mikrofone enthalten und mit dem Internet verbunden sind.

Die Geräte, die mit Alexa gesteuert werden, sind ebenfalls mit dem Sprachassistenten in Verbindung. Das geschieht über WLAN oder Bluetooth. Wird ein Befehl ausgesprochen, wird der via Internet an den Hersteller übermittelt. Der reagiert darauf und leitet den Befehl an das vernetzte Gerät weiter. Daraufhin schaltet sich beispielsweise das TV-Gerät ein. Da elektrische Signale sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten, kommt es zu keiner merklichen Verzögerung.

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Was kann Alexa?

Das kommt auf den User an. Alexa ist lernfähig. Je öfter sie verwendet wird, um so mehr Fähigkeiten kommen zur Grundausstattung dazu. Die ist eigentlich ziemlich bescheiden. Ab Werk kann Alexa:

  • Musik von verschiedenen Quellen abspielen (Amazon Musik, Internet
    Radio, Spotify, Audible oder Audiodateien von angeschlossenen Geräten)
  • Nachrichten und Wetterbericht vorlesen
  • an Termine erinnern, den Kalender verwalten
  • allgemeine Wissensfragen beantworten
  • Bestellungen bei Amazon aufgeben

Diese Basisfähigkeiten werden erweitert, je mehr Geräte in das interne Netzwerk einbezogen werden. Alexa kann im Prinzip auch die Beleuchtung ein- und ausschalten, die Programmwahl beim TV-Gerät übernehmen und andere Dinge mehr. Diese Fähigkeiten werden „Skills“ genannt. Es handelt sich um kleine Programme ähnlich wie die Apps auf dem Smartphone. Inzwischen gibt es mehrere Tausend davon.

Wenn ein Gerät mit dem Internet verbunden werden kann, dürfen Sie davon ausgehen, dass Sie es auch mit dem Sprachassistenten Alexa bedienen können.

Die Amazon Echo Lautsprecher

Was für den PC die Tastatur und der Monitor sind, stellen die Echo Lautsprecher für den Sprachassistenten dar. Sie sind Eingabe- und Ausgabegeräte zur selben Zeit. Die Boxen enthalten sowohl Lautsprecher als auch je 7 Mikrofone. Mittlerweile bietet Amazon die Echo Lautsprecher schon in der 3. Generation an. Es gibt eine ganze Reihe von Varianten.

Am bekanntesten sind die eigentlichen Echo Lautsprecher, die eine zylinderförmig aussehen und einen guten Klang haben. Sie können als vollwertige Lautsprecher dienen. Der Echo Dot ist eine kleinere Version. Diese Lautsprecher erinnern an die Pucks vom Eishockey. Ihr integrierter Lautsprecher ist nicht so leistungsfähig wie der des großen Echo. Der Echo Dot kann allerdings mit existierenden Lautsprecheranlagen verbunden werden. Bei beiden Varianten erfolgt die Stromversorgung mittels Netzkabel. Die Verbindung zu den gekoppelten Geräten wird mit WLAN und/oder Bluetooth hergestellt. Ein leuchtender Ring an der Oberseite zeigt den Funktionszustand an. Leuchtet er beispielsweise rot, bedeutet dass, die Mikrofone sind ausgeschaltet.

Neben den Modellen Echo und Echo Dot gibt es noch weitere Varianten der Echo Lautsprecher:

  • Echo Flex – 15 mm großer Mini-Lautsprecher
  • Echo Plus – besonders guter Klang und integrierter Hub für Smart Home
    Systeme
  • Echo Studio – HiFi Lautsprecher mit 3D Audio

Sie können mehrere Echo Lautsprecher daheim verwenden. Amazon bietet sogar Sets mit 6 oder 12 Echo Lautsprechern an. Die Aktivierung der Geräte erfolgt mit dem Aktivierungswort „Alexa“. Werden mehrere Lautsprecher verwendet, wird derjenige aktiviert, der dem Sprecher am nächsten ist. Die integrierten Richtmikrofone sind sehr empfindlich. Sie erkennen Sprachkommandos auch, wenn laute Musik spielt oder sich mehrere Personen unterhalten.

Vorteile des Amazon Sprachassistenten Alexa

Das System wurde zum Marktführer, weil es mit Geräten anderer Hersteller kompatibel ist. Bei Online Diensten arbeitet der Sprachassistent mit bestimmten Anbietern zusammen, beispielsweise mit den Eigenmarken Amazon Musik und Amazon Video sowie Audibel (Hörbücher). Andere Kooperationspartner sind die Deutsche Bahn, BMW, Netflix, Spotify, Tagesschau und mehr. Das Angebot wird ständig erweitert.

Für gesunde Menschen mag der Sprachassistent nur eine Spielerei sein, die sehr bequem ist. Für Personen mit verminderten Sehvermögen oder eingeschränkter Mobilität bringt Alexa jedoch eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität, weil sie mit Hilfe von Alexa Geräte ebenso leicht bedienen können wie jeder gesunde Mensch.

Kritik am Sprachassistenten Alexa

Das System sammelt ständig Daten, auch wenn es nicht aktiviert ist. Es gab Berichte, dass private Gespräche aufgezeichnet wurden. Angeblich geschah das, um die Spracherkennung zu verbessern. Beim letzten Skandal kam heraus, dass angeblich sogar Tonaufzeichnungen in intimen Situationen erfolgten. Datenschützer bezeichnen Alexa als die schlimmste Datenkrake in deutschen Privathaushalten. Verschärfend kommt dazu, dass Amazon eine amerikanische Firma ist.

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